Leseraum

 

 

"Anne Sextons schonungsloser Rückgriff auf autobiographisches Material, das heißt auf tabuisierte Themen wie psychiatrische Probleme und existentielle weibliche Lebenserfahrungen geben ihrer Dichtung trotz hoher formaler Komposition und assoziativer Überhöhung eine Aura der Authentizität und machten die Autorin zur Identifikations- und Kultfigur." (Süddeutsche Zeitung)

"Gedichte und nur Gedichte haben mir das Leben gerettet" (Anne Sexton)
"Anne Sexton, schillernde Vertreterin der _confessional poets_, die für die Offenheit und grenzenlose Extravaganz ihrer Lyrik berühmt wurde, wandelt die klassischen Hausmärchen um und zeigt, dass man aus dem Bewußtsein des zwanzigsten Jahrhunderts heraus diesen Märchen durchaus feministische Sinndeutungen über kindliche Sehnsucht, väterliche Gewalt und mütterlichen Schutz entlocken kann. Mit ähnlicher Intensität schildert sie die Intimität der Liebe, die Qualen und die Freuden des Begehrens, die Sprache des weiblichen Körpers." (Elisabeth Bronfen, Herausgeberin)
"Sie ist reizbar, rätselhaft und viel älter als er ... und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist sie spurlos verschwunden. Erst Jahre später sieht er sie wieder - als Angeklagte im Gerichtssaal. Die fast kriminalistische Erforschung einer sonderbaren Liebe und bedrängenden Vergangenheit."

Bernhard Schlinks Roman "Der Vorleser" wurde in 13 Sprachen übersetzt und avancierte zum internationalen Bestseller. 
"Als die zweijährige Ursula Burkowski und ihre Geschwister im Winter 1953 von ihrem Großvater gefunden werden, ist ihre Mutter schon eine Woche verschwunden. Sie hat sich aus Ostberlin in den Westen abgesetzt. Die Kinder sind halb verhungert, die Haare der Jüngsten an den Gitterstäben des Kinderbettchens festgefroren. 
Ursula wird in das Kinderheim Königsheide eingewiesen, eine Vorzeigeanstalt der DDR. Hier erfährt sie die Einsamkeit der Gruppenerziehung: Stubenappelle und Stubenarrest, Politdrill und Fähnchenschwenken bei Staatsfeiern, homosexuelle Praktiken eines Erziehers und die Schwangerschaft einer dreizehnjährigen Freundin. Sie lernt früh, dass von Erwachsenen nicht viel zu erwarten ist. Und sie lernt sich zu wehren ..."
"Ohne eine Vorstellung von der Welt _da draußen_ wird die 18jährige Ursula Burkowski von den DDR-Behörden in eine düstere Ostberliner Hinterhofwohnung eingewiesen. Aus Einsamkeit zieht sie mit dem Arbeiter Horst zusammen, ohne zu ahnen, wie brutal dieser Mann sein kann. Als es schließlich zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommt, wehrt sich Ursula mit einem Hammer.
Sie bleibt allein in der Wohnung zurück und holt kurze Zeit später ihren Sohn Timo aus dem Heim, erkennt aber bald die Ausweglosigkeit ihrer Situation. Liebevoll nimmt die Großmutter den kleinen auf; um so größer ist Ursulas Schock, als sie erfährt, dass die Oma heimlich das Sorgerecht für Timo beantragt hat. In dieser Zeit lernt die junge Frau die Sex- und Rauschgiftorgien der DDR-Schickeria kennen und rotzt de Anwerbung durch die Stasi."
"Als es Ursula Burkowski endlich gelungen war, sich ihren langgehegten Wunsch - einen Tag in West-Berlin zu verbringen - zu erfüllen, steht es bald für sie fest, dass sie der DDR den Rücken kehren will. Selbstbewußt erträgt sie die Repressalien, mit denen die staatlichen Organe sie und ihren Mann strafen wollen, nachdem sie den Antrag auf Ausbürgerung gestellt haben. Doch schließlich wird ihr Mut belohnt: Sie dürfen ausreisen. Aber im goldenen Westen ist das Leben ganz anders, als sie es sich bisher vorgestellt hatten ..."
"Im Kopenhagener Hafenviertel stürzt ein Junge vom Dach eines Lagerhauses. Todesursache laut Polizeibericht: ein Unfall. Smilla Jaspersen, die im selben Haus wohnt wie der Junge, sieht das anders und stellt ihre eigenen Nachforschungen an. Der internationale Erfolg dieses literarischen Thrillers hat neben der faszinierenden Geschichte vor allem mit seiner Heldin zu tun: der wunderbar ruppigen, unangepaßten und zugleich zarten und verletzlichen Smilla."
Rowan Mayfair, eine erfolgreiche Ärztin mit magischen Heilkräften, entstammt einer uralten Hexendynastie. Als sie schwanger wird, glaubt sie ihr Glück vollkommen. Doch das Kind, das sie in einer Weihnachtsnacht gebiert, ist nicht von dieser Welt. Es ist besessen von Lasher, einem geheimnisvollen Dämon. Lasher, dem unwiderstehlichen Verführer mit den grausamen Augen, dem dunklen Geist des Eros und der Leidenschaft. Und Lasher, der in Rowans Kind auf furchtbare Weise Gestalt angenommen hat, umspinnt die Ärztin mit einem immer dichteren Netz aus düsterer Bedrohung und lodernder Begierde, dem sie fast nicht mehr zu entrinnen vermag.
Er besitzt alles, wovon Menschen träumen: Erfolg, Reichtum und Schönheit. Doch eines besitzt er nicht: die Liebe einer Frau. Ash ist der letzte aus dem Geschlecht der Taltos. Und nur eine Hexe kann ihn aus seiner Einsamkeit retten. Als ihm Rowan Mayfair begegnet, die Ärztin mit den magischen Heilkräften, ahnt er, dass die Zeichen auf Sturm stehen. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen dunkle Kräfte auf, die ihr Leben zu zerstören drohen. 
"Schaudernd halte ich den Gänsekiel, denn jetzt nähert sich mein Bericht jenem unseligen Tage im Jahre 895, den nicht der vertraute Glockenschlag einleitete, sondern ein Schrei aus der Kehle des Alkuin, ein Schrei, der mir deshalb so markerschütternd in die Ohren stach, weil die brüchige Stimme unseres Abtes eigentlich zu so einem lauten Ausbruch nicht fähig war ..."
Wolfgang und Heike Hohlbein
"Midgard"
"Der Sturm tobt über Midgard, die Wölfe schleichen heulend um das einsame Haus, und die Küste erzittert unter der Brandung des Ozeans. Staunend und ungläubig hört der Knabe Lif zu, als die alte Skalla die Legende vom Fimbulwinter erzählt, der das Ende der Menschheit einleiten soll. Nicht die Götter, weder Asen noch Wanen, sind ausersehen, das Menschengeschlecht zu retten. Der Knabe Lif ist bestimmt, das Schicksal zu beeinflussen. Er muß den Kampf aufnehmen gegen Wölfe, gegen die abscheulichen Kreaturen der Hel, gegen Surtur, den Inbegriff alles Bösen, gegen die Midgardschlange und gegen zahllose andere Ungeheuer und Gefahren."

 

Marion Zimmer - Bradley
"Der Bronzedrache / Trommeln in der Dämmerung / Die Teufelsanbeter"
Trommeln in der Dämmerung: Sklavenaufstand auf Haiti - die Voodoo - Trommeln schlagen den Takt zum unheimlichen Geschehen. Mardee, eine junge Schauspielerin, wird von ihrer Tante nach Haitieingeladen. Sie soll die alte Dame im Haushalt unterstützen, denn diese hat gerade eine amerikanische Filmcrew zu Gast, die einen Film über einen historischen Sklavenaufstand dreht. Auf der Insel angekommen, verwandelt sich Mardee immer mehr. Sie hat seltsame Träume, schlafwandelt und wird in eine andere Zeit versetzt. Sie glaubt, sie wäre eine ihrer Vorfahrinnen, eine befreite Sklavin, die zugleich Geliebte des weißen, französischen Besitzers von Maison Dominique war. Die Voodoo-Trommeln in der Nacht schlagen Mardee und alle anderen Akteure in Bann und treiben sie unaufhaltsam einem gewaltsamen, dramatischen Höhepunkt entgegen. 

 

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