Runenzauber

 
 

Was kann man mit Runen anfangen ?

Aber genau jenen zu finden und machen zu können, fällt manchem schwer. Ich selbst begann damit, die Runen auf neutrales weißes Papier auf zu malen, formte sie aus Teig, ritzte sie in Holz, knickte Grashalme in Runenformen und vieles mehr. So erlebte ich zunächst einmal: die Runen wirken, aus sich selbst heraus. Die verschiedenen Materialien wirken an sich ebenso (Bei weißem Papier kann man die Materialienwirkung an sich eigentlich ausschließen.)
Ein Beispiel: vom Rosenquarz weiß man, dass er negative Schwingungen neutralisiert. Hagalaz in seiner jüngeren Form (Stern) hat u. a. auch diese Wirkung. Bringt man nun beide Energien zueinander hat man mehr als nur einen schönen Dekorationsgegenstand.
So sind die Runen für mich ein eigenes magisches System. Sämtliche Zuordnungen nehme ich situationsbedingt und problembezogen vor. Von Dingen wie Fehu ist dieser Baum, der Stein, diese Zahl usw. zugeordnet, halte ich persönlich nicht viel.
In esoterischer Literatur finden sich häufig Erklärungen, wie Runen zur Divination eingesetzt werden können. Oftmals bleibt es aber dann bei dieser einzigen Möglichkeit der Arbeit mit Runen. Mir stellt sich hier die Frage, warum so beschränkt ? Ich erfahre Runen immer als äußerst kreative Energien. Mit ihnen kann ich für mich sämtliche Bereiche des Lebens abdecken. Über die Divination hinaus fesselt mich bis heute die Möglichkeit mit Runen Heilungsprozesse günstig zu beeinflussen. Eine Meditation mit visualisierter Rune bringt neue Kraft und / oder Erkenntnisse. Das Stellen der Runen gibt je nach Intention Power für den Tag oder die Nacht, kann einen Schutz aufbauen, kann ein Gebet unterstützen und vieles mehr. Mit einzelnen Runen können Zauber gewebt oder gebrochen werden. Der Möglichkeiten gibt es unendlich viele. Aber, Mensch muß bereit sein, sich darauf einzulassen. Muß seinem Gefühl vertrauen.

 

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Text: W. S. Hildebrandt, Nebelung 2000

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